Pädagogik:
Elterninitiative "Kinderhaus Mobile"

Pädagogisches Profil

Das Kinderhaus Mobile hat langjährige Erfahrungen mit der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne besonderem Förderbedarf. Inklusion ist von daher seit Bestehen des Kinderhauses ein selbstverständlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Der Tagesablauf im Kinderhaus unterliegt einem Rhythmus zwischen Freispiel und gemeinsamen Tätigkeiten. Diese Regelmäßigkeit vermittelt den Kindern Sicherheit und bietet Orientierung. Durch die Zeiten, in denen sich alle Kinder täglich zusammen finden (Frühstück, Stuhlkreis, Mittagessen) wird das Gruppen- und Zusammengehörigkeitsgefühl gefestigt.
Unabhängig vom Wetter und der Jahreszeit gehen wir täglich mit den Kindern auf unser Außengelände, um ihnen ausreichende Bewegungsmöglichkeiten an der frischen Luft bieten zu können.

Im Kinderhaus wird auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung geachtet. Das Frühstück ist abwechslungsreich und wird täglich gemeinsam mit den Kindern zubereitet. Eine Kochfrau sorgt für ein frisches, vollwertiges und vegetarisches Mittagessen.

Die kleine Gruppe und die Zusammenarbeit mit den Eltern fördert den familienähnlichen Charakter unserer Arbeit.
Wir arbeiten konfessionell und politisch ungebunden.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Bewegung
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

Die Kinder haben eine feste Bezugsperson, die im besonderen Maße für eine bestimmte Anzahl von Kindern zuständig ist. Die Erzieherin/Der Erzieher legt für „ihre“ Kinder eine Bildungsdokumentation an, bezieht die Kinder darin mit ein, beobachtet und dokumentiert den Entwicklungsstand der Kinder und führt regelmäßig Elterngespräche durch.

Mit dem Einstieg in den Kindergarten wird zunächst die Eingewöhnungszeit sehr genau beobachtet, reflektiert und dokumentiert. Jedes Kind bekommt eine Sammelmappe, in der von Anfang an die Zeichnungen und Bilder des Kindes ihren Platz finden. Zusätzlich wird noch eine Dokumentationsmappe angelegt, das sogenannte „Kinderbuch“. Diese Mappe enthält Fotos, die aufzeigen, an welchen Themen das Kind zur Zeit interessiert ist, es werden Lerngeschichten hinein geschrieben, Projektarbeiten beschrieben und Gedanken und Ideen der Kinder hinzu gefügt.

Zur Bildungsdokumentation gehören auch gezielte Beobachtungen, die den Entwicklungsstand des Kindes beschreiben. Die Ergebnisse sind Bestandteile der regelmäßig durchgeführten Elterngespräche, die schriftlich festgehalten werden. Diese Dokumente befinden sich in einem zweiten Ordner und können jederzeit von den Eltern eingesehen werden, und werden den Eltern mit der Einschulung ihres Kindes ausgehändigt.

Aus allen Elementen der Dokumentation ergibt sich ein ganzheitlicheres Bild des jeweiligen Kindes. Man kann daraus ableiten, auf welchem Entwicklungsstand sich das Kind befindet, welche Themen es zur Zeit bearbeitet, in welchen Bereichen seine besonderen Fähigkeiten liegen und in welchen Bereichen es noch Unterstützung bzw. eine gezielte Förderung benötigt.

Bildungsangebot

Die frühkindliche Bildung in unserer Einrichtung orientiert sich an den Stärken und Kompetenzen des einzelnen Kindes. Wir geben den Kindern Zuwendung und emotionale Sicherheit. Aus dieser Sicherheit heraus können sie ihre Umwelt erforschen und Impulse/Angebote annehmen. Wir berücksichtigen, dass jedes Kind seine eigene Entwicklungszeit hat, um bestimmte Fähigkeiten auszubilden und stimmen unsere Bildungsangebote auf das Entwicklungsalter und die Interessen der Kinder ab. Ergänzend dazu stehen besondere Angebote aus unterschiedlichen Bereichen.

Sprachförderung
Sprache und Sprachkompetenz stellt schon frühzeitig die Weichen für die zukünftige schulische Entwicklung. Die sprachliche Bildung ist daher ein wesentlicher Bestandteil im Kindergartenalltag und wird durch Projekte (z. B. Wuppi) vertieft.

Naturwissenschaft/Mathematik
Unsere Einrichtung wurde als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Entsprechend dazu finden Bildungsangebote in naturwissenschaftlichen Bereichen statt. Die Kinder erhalten zudem Angebote, die ein mathematisches Verständnis fördern.

Bewegung/Motorik/Entspannung/Wahrnehmung
Kinder brauchen Bewegung. Durch Bewegung lernen die Kinder ihren Körper kennen, seine Möglichkeiten und Grenzen. Kinder erforschen durch Bewegung räumliche Gegebenheiten und erfahren ihre Umwelt. Wir bieten den Kindern im Alltag ausreichende Bewegungsmöglichkeiten und regelmäßige Angebote in Form von Turnstunden, wobei Elemente aus der Psychomotorik eingesetzt werden.
Gezielte Ruhe- und Entspannungsphasen und Angebote zur Körper- und Sinneswahrnehmung, tragen dazu bei, dass die Kinder bei uns ein ausgewogenes Maß an Bewegung und Entspannung bekommen.

Rollenspiele
Durch Rollenspiele setzt sich das Kind spielerisch mit seiner Umwelt auseinander und verarbeitet Erlebnisse. Das Kind schlüpft in unterschiedliche Rollen, lernt sich selber kennen und es lernt, sich in andere hineinzufühlen. Rollenspiele finden täglich statt. Unterstützt werden sie durch besondere Bildungsangebote, z. B. durch Jeux Dramatique (darstellendes Spiel mit Tüchern) und später auch durch kleinere Theaterstücke.


Weitere Bildungsangebote finden im gestalterischen und musikalisch/rhytmischen Bereich statt. Einen besonders großen Stellenwert hat bei uns auch die gesunde Ernährung, die durch Angebote im Alltag den Kindern näher gebracht wird.


„Schulkinder“
Zusätzlich bieten wir den Kindern in ihrem letzten Kindergartenjahr besondere Projekte und Anregungen. So werden wir den älteren Kindern gerecht, die zunehmend Sachinteresse entwickeln und insgesamt mehr gefordert werden möchten.

Partizipation

Wir möchten die Kinder schon frühzeitig an Entscheidungsprozessen teilnehmen lassen. Dazu gehört, dass sie sich ihrem Entwicklungsstand entsprechend im Alltag einbringen, ihre Meinung kund tun, Vorschläge machen, diskutieren und ggf. Kompromisse erarbeiten. Dies ist ein fortlaufender Prozess, der die Kinder ein demokratisches Leben erleb- und greifbar machen soll.

Wir nehmen die Äußerungen der Kinder ernst, begegnen ihnen mit Respekt und Wertschätzung, hören ihnen zu und finden altersgerechte Beteiligungsformen (Stuhlkreis, Übernahme von Aufgaben/Zuständigkeiten, Punktesystem bei Abstimmungen).

Wir stärken die Kinder darin, Fragen zu stellen, ihre Bedürfnisse auszudrücken und über ihre Gefühle zu sprechen.

Aktives Zuhören, Empathie und situationsbezogenes Handeln von Seiten der Erzieherin/des Erziehers gehört bei uns ebenfalls zur Umsetzung der Partizipation.