Pädagogik:
Ev. Kita "Himmelszelt"

Pädagogisches Profil

Die Lukas-Gemeinde bietet mit der Einrichtung Himmelszelt einen Ort, an dem Kinder, Eltern und Erzieher/Erzieherinnen Gemeinschaft erleben. Dies geschieht aus christlicher und gesellschaftlicher Verantwortung.
Das "Himmelszelt" ist ein Bildungsort, an dem Kinder vielfältige Persönlichkeitserfahrungen sowie soziale und kognitive Kompetenzen erwerben können.

Feste Bestandteile und Schwerpunkte der Einrichtung sind:

  • religionspädagogische Arbeit im Netzwerk der Gemeinde
    Christliche Grundwerte werden vermittelt. Christliche Feste werden gefeiert. Gemeindefeste und Gottesdienste werden durch die Familien mitgestaltet.
  • Sprachförderung
  • mathematische Früherziehung nach dem Konzept von Prof. Friedrich
  • das letzte Jahr im Kindergarten
  • Beobachten und Dokumentieren nach GABIP
  • Betreuung der Kinder unter 3 Jahren
    • in eigenen Gruppenräumen und Außenspielbereich
    • Eingewöhnung angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell
  • Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf
  • Zusammenarbeit mit Therapeuten, Ärzten und Eltern zur vernetzten Förderung des Kindes
  • psychomotorische Förderung in der Kleingruppe
  • Spielgruppe für Kinder unter 2 Jahren im Gemeindehaus Auf der Lieth

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Religions-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

Für die zielgerichtete Bildungsarbeit ist die beobachtende Wahrnehmung der Kinder erforderlich.

Um einen kontinuierlichen und aufeinander aufbauenden Bildungsprozess des Kindes unterstützen zu können, wird für jedes Kind die Beobachtung und Auswertung von der pädagogischen Fachkraft schriftlich notiert und als Niederschrift des Bildungsprozesses dokumentiert. Voraussetzung dafür ist das schriftliche Einverständnis der Eltern/Erziehungsberechtigten im Betreuungsvertrag.

Die Bildungsdokumentation erfolgt nach dem Modell GABIP (Ganzheitliches Bildungsdokumentations-Programm).

Sie ist auch Grundlage von Entwicklungsgesprächen mit den Eltern.

Bildungsangebot

Das evangelische Profil bildet die Grundlage für die konkrete Ausgestaltung der Arbeit im Himmelszelt. Im täglichen Zusammensein und Miteinander werden die Einzig- und Andersartigkeit des Kindes wahrgenommen. Alle Kinder werden vorbehaltlos angenommen. Jedem einzelnen wird mit Achtung begegnet.

Akzeptanz und Annahme sind wichtige Voraussetzungen für den täglichen Umgang miteinander. In gemeinschaftlich durchgeführten Aktivitäten wird der Umgang mit eigenen Stärken, Schwächen, Fertigkeiten und Fähigkeiten erlernt sowie der Umgang mit denen der anderen.

Der Bildungsauftrag für Kinder in Kindertageseinrichtungen ist im Kinderbildungsgesetz und der Bildungsvereinbarung NRW definiert.
In Bildungsprozessen mit Inhalten von 10 Bildungsbereichen (z. B. Bewegung , Sprache und Kommunikation, mathematische Bildung) setzen sich die Kinder mit neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und Beobachtungen auseinander, erkennen Zusammenhänge, nehmen Stellung und ziehen Schlussfolgerungen für ihr Handeln.

Für die Förderung der kindlichen Bildungsprozesse stützen wir uns auf folgende Annahmen:

  • Bildung beginnt mit der Geburt. Kinder lernen von Anfang an.
  • Kinder lernen von sich aus und verfügen über Selbstbildungspotenziale.
    Dazu gehören
    • das Lernen über Sinne und über Gefühle,
    • Neugier und forschendes Lernen,
    • die innere Verarbeitung durch Eigenkonstruktion und Erfahrung, durch Vorstellung und Fantasie, durch sprachliches Denken,
    • der Umgang mit Komplexität,
    • das Lernen in Sinnzusammenhängen.
    • Kinder lernen immer innerhalb sozialer Bezüge.

Im Himmelszelt gehört jedes Kind zu einer Stammgruppe. Hier baut es beständige Beziehungen zu den Kindern der jeweiligen Gruppe auf. Entsprechend dem Alter, Entwicklungsstand und Interessen der Kinder werden innerhalb dieser Gruppe Kleingruppen gebildet (z. B. Bewegung, Zahlenland, künftige Schulkinder).
Das Spiel, das wichtigste Element in der Kindertageseinrichtung, ist aber auch in anderen Gruppen mit anderen Spielpartnern möglich.

Teiloffene Arbeit bedeutet im Himmelszelt auch, dass die Kinder alle Räume und Orte, innen wie außen, zum Spiel aufsuchen können.

Kinder mit besonderem Förderbedarf werden in ihrer Stammgruppe betreut und im Tagesablauf begleitet. Das Zusammensein mit Kindern ihres Alters schafft den Raum, voneinander zu lernen, sich zu unterstützen und so möglichst selbstständig den Alltag zu bewältigen. Die kontinuierliche Förderung durch die pädagogische Fachkraft ist gewährleistet.

Partizipation

Mitbestimmung bezieht sich auf Entscheidungen und Entscheidungsverfahren sowie die Möglichkeit des Einzelnen, darauf Einfluss zu nehmen.
Partizipation eröffnet Kindern und Eltern im Himmelszelt das Recht, sich in viele Entscheidungen einzubringen, die ihr eigenes Leben betreffen.

Partizipation

  • bedeutet, dass die Kinder von Erwachsenen begleitet werden,
  • erfordert einen gleichberechtigten Umgang miteinander,
  • ist zielgruppenorientiert und lebensnah orientiert.


Partizipation im Himmelszelt ist Bestandteil zwischen Erwachsenen und Kindern sowie Erwachsenen und Erwachsenen. Erziehungsberechtigte wirken und entscheiden im Himmelszelt auf verschiedene Weise und in verschiedenen Gremien mit (siehe Zusammenarbeit mit Eltern).

Das Mitentscheiden und Mitwirken der Kinder im Himmelszelt hat hohe Priorität.

Die Kinder entscheiden selbstständig und übernehmen dafür entwicklungsgemäß die Verantwortung. Entsprechend der Struktur und Regeln erhalten die Kinder den Raum, ihren individuellen Bedürfnissen nachgehen zu können.

Kinder entscheiden z. B.

  • über Spielorte (auch gruppenübergreifend, innen und außen),
  • über Aktivitäten in der Gruppe (Bildungsinhalte, Spielzeugtag, gemeinsames Mittagessen),
  • die Gestaltung des Essensplans für die Woche,
  • über die Teilnahme an den Aktionsangeboten (am Nachmittag).


Die künftigen Schulkinder führen in ihrer gebildeten Gruppe im letzten Jahr kleine Konferenzen durch, wo demokratisch wichtige Entscheidungen für die Gestaltung des letzten Jahres getroffen werden.

Das Ausmaß der Partizipation im Himmelszelt richtet sich u. a. nach dem Entwicklungsstand und dem Alter der Kinder sowie der Situation im Alltag des Kindergartens.