Pädagogik:
Kath. Kita "St. Heinrich"

Pädagogisches Profil

Wir sehen die Erziehung und Bildung von Kindern als ganzheitlichen Entwicklungsprozess.
Unser Ziel ist es, jedes einzelne Kind auf diesem Weg individuell zu begleiten und zu fördern. Erziehung spricht immer den ganzen Menschen in all seinen Besonderheiten an. Jedes Kind hat das Recht auf seinen eigenen Entwicklungszeitraum und auf sein individuelles Tempo. Um sich die Welt mit all ihren Geheimnissen zu erschließen, braucht es einen geschützten Raum für Handlungslernen, Eigenwilligkeit und Kreativität in Selbstbildungsprozessen. Es braucht Akzeptanz und Ruhe - aber auch Anregungen und Herausforderungen.
Es ist uns wichtig, allen Kindern diese Dinge zu geben. Wir unterstützen jedes Kind darin, seine persönliche Identität auf- und auszubauen.

Die Kinder sind verschieden und in dieser Vielfältigkeit bereichern sie sich gegenseitig im täglichen Miteinander. Die Gruppe stellt ein gelebtes Übungsfeld dar, um eigene und fremde Bedürfnisse abzuwägen und auszuhandeln. Im gemeinsamen Tun entwickeln die Kinder Sozialkompetenz. Gleichzeitig brauchen Kinder in ihrem Entwicklungsprozess eine erwachsene Begleitung als Unterstützung und Vorbild. Wir bieten ihnen das Erleben von Vertrauen und Sicherheit, weil wir wissen, dass dies die Grundlage einer gesunden, positiven Entwicklung ist. Wir leben den Kindern in unserem täglichen Handeln eine Haltung vor, an der sie christliche, soziale und kulturelle Werte erfahren und lernen können.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Religions-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

Um die Entwicklung eines jeden Kindes erfolgreich begleiten, fördern und fordern zu können, ist es erforderlich, die Kinder regelmäßig zu beobachten und dabei das Verhalten, seine Handlungen, das Spiel, die Bewegung und den Sprachstand zu dokumentieren. Dabei arbeiten wir mit den Bildungs- und Lerngeschichten. Unsere Beobachtungen fassen wir als Brief an das Kind zusammen. Dieser ist in kindgerechter Form an das Kind adressiert.

Unsere Beobachtungen und Dokumentationen bilden die Grundlage zum Austausch mit den Eltern. Die Entwicklung jedes Kindes spiegelt sich in seinem “Ich-bin-Ich-Buch“ (Portfolio) wieder. Dieses ist ein umfangreicher Sammelordner, in dem sich die Lerngeschichten, viele Fotos, Projektberichte und die Werke der Kinder befinden. Diese Sammlung zeigt und dokumentiert die Entwicklung des Kindes während der gesamten Kindergartenzeit. Am Ende der Kindergartenzeit wird dieser Schatz als Erinnerung mitgenommen.

Bildungsangebot

Bildungsangebote finden in vielseitiger Art und Weise statt. Dabei orientieren wir uns an der Bildungsvereinbarung NRW. Hier werden unter anderem folgende Bildungsbereiche benannt:

  • Bewegung
  • Spielen und Gestalten, Medien
  • Sprache
  • Natur und kulturelle Umwelt


Das Freispiel ist der wichtigste Bestandteil in der Entwicklung des Kindes. Erst durch das Spiel wird ein ganzheitliches Lernen gefördert. Der Freispielbereich ist bis 09:00 Uhr auf die Gruppenräume bezogen. Später können die Turnhalle, der Flur und der Spielplatz in das Spiel der Kinder einbezogen werden. Frei entscheiden heißt weiterhin, die Möglichkeit zu haben, zu bauen, zu malen und zu basteln, Rollenspiele zu spielen, zu kuscheln, Bücher zu betrachten, Gespräche mit anderen zu führen, zu klettern und zu buddeln, die Gruppe zu beobachten usw.

Unsere Bildungsangebote entstehen situationsorientiert und auch nach einem Rahmenthema, das die gesamte Einrichtung begleitet. Mögliche Angebote sind z. B. Gesprächskreise, Bilderbuchbetrachtungen, kreative Angebote, Musik und Gesang, religionspädagogische Angebote, Legearbeiten und Experimente.

Weiterhin arbeiten wir in Projektwochen zu bestimmten Themen, mit speziellen Angeboten für die Schulanfänger, regelmäßigen Waldnachmittagen und Kochtreffs.

Partizipation

Partizipation findet einen großen Stellenwert im Kita-Alltag. Die Kinder sollen sich an der Gestaltung des täglichen Zusammenlebens beteiligen und ihre eigenen Bildungsprozesse mitbestimmen können. So bestimmt das einzelne Kind für sich selbst, wie, wo und womit es sich einbringt. Ebenfalls entscheiden die Kinder mit was und mit wem sie sich im Lauf des Tages beschäftigen wollen.

Regeln für die Gruppengemeinschaft werden gemeinsam z. B. im Morgenkreis besprochen, überprüft und bei Bedarf verändert.  Die Vorschläge der Kinder werden dabei ernst genommen.