Pädagogik:
Kath. Kita "St. Josef" Elsen

Pädagogisches Profil

Als katholische Tageseinrichtung möchten wir über den Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag hinaus Kindern unseren christlichen Glauben näher bringen.
Uns ist es wichtig, sie auf altersgemäße Weise über Zeichen, Bilder, Lieder und Geschichten zu Inhalten des Glaubens zu führen. Jeder Mensch ist ein Individuum und als solches mit all seinen Stärken und Schwächen anzuerkennen. Toleranz und Respekt sind uns ein wichtiges Anliegen. Das Kind soll sich in unserer Einrichtung wohl und angenommen fühlen.
Religiöse Erziehung geschieht nicht nur, wenn ausdrücklich von Gott die Rede ist. Die Grundlage bilden der vertrauensvolle Umgang miteinander und die täglich gelebte Gemeinschaft.

In unserer Einrichtung bieten wir auch Plätze für U3-Kinder an. Kinder dieser Altersstruktur benötigen mehr Aufmerksamkeit. Auch ist der Aufwand bezüglich pflegerischer Aufgaben höher. Daher gelten für diese teilweise deutlich jüngeren Kinder andere Bedingungen als für die Neuaufnahme der 3-Jährigen. Um für U3-Kinder einen sanften, gelungenen Einstieg in den Kindergartenalltag zu ermöglichen, orientieren wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell. Diese Form sieht eine schrittweise Eingewöhnung vor, bei der Eltern stark einbezogen werden.

Wir arbeiten in unserer Kindertageseinrichtung auch integrativ. Von besonderer Bedeutung ist die Haltung und Einstellung aller Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des Kindergartenteams, da integrative Betreuung nicht nur von der Integrationskraft, sondern von allen Beteiligten mitgetragen und befürwortet werden sollte. Diese Haltung beruht auf dem christlichen Menschenbild.
Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Eltern, Ärzten, Frühförderstellen, Therapeuten und dem Fachpersonal der Kita ist für eine weitere, individuelle Förderung zum Wohle des Kindes von großer Bedeutung.

Unsere Einrichtung ist Familienzentrum NRW im Verbund mit der kath. Kita "St. Urban" in Elsen. Als Familienzentrum kooperieren wir mit verschiedenen Therapeuten, Beratungsstellen und vielen anderen Institutionen. Diese Kooperationen ermöglichen uns kurze Wege, um die Familien unserer Einrichtung bei Bedarf zu vermitteln. Ebenso können wir für die Bürger von Elsen einen niederschwelligen Zugang zu vielfältigen Angeboten organisieren.
Unser Anliegen ist es, nicht nur die Familien der beiden Verbundeinrichtungen zu berücksichtigen, sondern alle Generationen unseres Sozialraumes im Blick zu behalten.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Religions-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

Seit 2007 arbeiten wir mit den Bildungs- und Lerngeschichten, bei denen die pädagogischen Fachkräfte dem Kind einen Brief zu verschiedenen Beobachtungssequenzen schreiben. Der Brief wird in einem Ordner abgeheftet, den die Kinder Schatzbuch nennen. Der Schrank mit den Schatzbüchern steht vor der Gruppentür und bietet den Eltern durch Sitzgelegenheiten in unmittelbarer Nähe die Möglichkeit, sich mit dem Kind hinzusetzten und Einblick in den Ordner zu nehmen.
Neben einer Lerngeschichte, die pro Halbjahr erscheint, erarbeiten wir mit den Kindern zusätzlich verschiedene Einlagen für ihr Schatzbuch. Es werden diverse Erlebnisseiten eingefügt, bei denen die frei erzählten Äußerungen der Kinder schriftlich und größtenteils mit einem Foto festgehalten werden. Gemalte Bilder, auf denen sich sehr gut feststellen lässt, dass ein Kind von Jahr zu Jahr detailgetreuer malt, werden abgeheftet. Durch Interviews bezüglich der Vorlieben eines Kindes dokumentieren wir die Veränderung und Entwicklung, die in der Kindergartenzeit deutlich werden. Die Dokumentation wird dem Kind am Ende ausgehändigt.

Bildungsangebot

  • Sprachförderung
  • Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik
  • Bewegungserziehung
  • religiöse Erziehung
  • Übungen des täglichen Lebens
  • rhythmisch-musikalische Angebote
  • Angebote für die Kreativitätsförderung

Partizipation

Voraussetzung für den Selbstbildungsprozess des Kindes sind bedingungslose Formen der Mitbestimmung, Mitgestaltung und Mitwirkung. Dies beinhaltet das Aufzeigen und Schaffen von Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten aber auch die aktive Einbeziehung des Kindes als Ideen- und Beschwerdeführer. Für diese Partizipationsmöglichkeiten der Kinder gibt es keine Einschränkungen aufgrund des Alters oder Entwicklungsstandes.

Kinder erleben in der Kindertageseinrichtung, dass sie bei Unzufriedenheiten auch über Ausdrucksformen wie Weinen, Zurückziehen oder Aggressivität ernst und wahrgenommen werden. Sie werden individuell unterstützt, ihre Ideen und Beschwerden zu äußern. Die pädagogischen Fachkräfte sind sich darüber bewusst, dass auch sie fehlbar und unvollkommen sind sowie dass Verbesserungsmöglichkeiten für ihre Arbeit bestehen. Kinder erleben in der Einrichtung, dass

  • sie Beschwerden angstfrei äußern können,
  • ihnen Respekt und Wertschätzung entgegengebracht werden,
  • sie bei Bedarf individuelle Hilfe erhalten,
  • Fehlverhalten von Erwachsenen eingestanden und Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt werden.

In gewissen Abständen und zu verschiedenen Anlässen findet eine Kinderkonferenz statt. Sie kann jederzeit auch von den Kindern eingefordert werden. Abstimmungsmöglichkeiten per Handzeichen, Muggel-Steinen, Holzstäbchen oder Klebepunkten sowie durch Symbole wie Smileys mit lachendem oder traurigem Gesicht kommen dabei variabel zum Einsatz.

Selbstverständlich lassen wir nicht außer Acht, dass Kinder mit einigen Entscheidungen überfordert sind. Dazu gehören unter anderem Sicherheits- und Vernunftaspekte bezüglich Gefahren- oder Problemeinschätzung sowie die Grenzen durch zeitliche und finanzielle Ressourcen der Einrichtung.

Die Eltern werden schriftlich über die Ergebnisse der Kinderkonferenzen informiert.