Pädagogik:
Kath. Kita "St. Joseph" Marienloh

Pädagogisches Profil

Wir sind eine Kita mit vier Gruppen:

  • gelbe Gruppe (1 bis 3 Jahre)
  • grüne Gruppe (2 bis 6 Jahre)
  • rote Gruppe (2 bis 6 Jahre)
  • blaue Gruppe (3 bis 6 Jahre)

Unsere Einrichtung ist ein besonderer Lebensraum für Kinder. Wir regen zum
Spielen an und unterstützen so die kindliche Freude am Entdecken und
Experimentieren.
Durch den täglichen Besuch unserer Einrichtung erfährt sich das Kind
im Zusammensein mit anderen Menschen. Dies kann, wo es möglich ist auch
gemeinsam für Kinder mit und ohne Behinderung stattfinden. Jedes Kind soll sich mit
seinem individuellen Entwicklungsstand, seinem Denken und seinen Fähigkeiten
angenommen fühlen (Inklusion). In diesem Zusammenleben und -spielen mit
Anderen und im gemeinsamen Handeln gewinnt das Kind Vertrauen, kann Freude
erleben und Enttäuschung verarbeiten. Das Kind entdeckt und entwickelt seine
eigenen Möglichkeiten. Die Betreuung, Erziehung und Bildung des Kindes in unserer
Einrichtung geschieht in gemeinsamer Verantwortung und in Ergänzung zur
elterlichen Erziehung.

 

Werthaltung und christliches Menschenbild
Über den gesetzlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag hinaus wollen wir den
Kindern unseren christlichen Glauben näher bringen. Wir glauben, dass Gott die Welt
erschaffen hat, in Jesus Christus Mensch geworden ist und in seiner Kirche lebt und
wirkt. In einer kindgemäßen Weise führen wir die Kinder über Zeichen, Bilder und
Geschichten des Glaubens auch hin zu Inhalten, wie sie sich z. B. in den Riten und
Festen der Kirche ausdrücken.
Durch die unmittelbare Nähe zur Kirche St. Joseph kommen die Kinder mit den Traditionen und Inhalten des Glaubens in Berührung. Es werden regelmäßige Kinder-Gottesdienste angeboten (Kinderkirche). 

 

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Religions-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz
  • Wald- und Umweltpädagogik

Bildungsdokumentation

Ziele der Beobachtung:

  • Feststellung und Erfassung von Interessen, Talenten und Vorlieben des Kindes
  • Wahrnehmung von Prozessen der Veränderungen, der Handlungsweisen und Kompetenzen des Kindes
  • Gewinnung von neuen Erkenntnissen und Sichtweisen der individuellen Entwicklungswege und Lernstrategien des Kindes
  • Hinweise auf mögliche Besonderheiten in der Entwicklung eines Kindes erkennen können und versuchen, Hilfen zu geben oder zu vermitteln


Die Erzieherin/Der Erzieher dokumentiert ihre/seine Beobachtungen und gibt diese im Gespräch ausschließlich an die Erziehungsberechtigen weiter.

Die Elterngespräche können bei Bedarf jederzeit (nach vorheriger Terminabsprache mit der Gruppenleiterin/dem Gruppenleiter) stattfinden. Die Gespräche können von der pädagogischen Fachkraft oder den Erziehungsberechtigten angefordert werden.

Tür- und Angelgespräche sind notwendig für den Austausch wichtiger, aktueller Informationen. 

Dokumentationsmappen (Portfolio)
Ein Portfolio sammelt und ordnet bestimmte Produkte, Arbeitsblätter, Bilder und Fotos, die die Entwicklung des Lernenden sichtbar machen und seine Arbeit an einem Projekt dokumentieren.
Das Material soll so weit wie möglich für sich selbst sprechen.
Das Besondere an dieser Mappe ist, dass das Kind aktiv an der Dokumentation seiner Entwicklung beteiligt ist und selbst die „Beweisstücke“ sammelt. Anhand dieser „Arbeitsergebnisse“ lassen sich vor allem die Fortschritte des Kindes ablesen.
Die Mappen werden am Ende der Kindergartenzeit den Eltern ausgehändigt.

Bildungsangebot

"Kinder sollen mehr spielen, als viele es heutzutage tun.

Denn wenn man genügend spielt, 

solange man klein ist-dann

trägt man Schätze mit sich herum,

aus denen man später ein Leben

lang schöpfen kann.

Dann weiß man, was es heißt,

in sich eine warme Welt zu haben,

die einem Kraft gibt, 

wenn das Leben schwer wird!"

Astrid Lindgren


Das Spiel
Ein gutes Spiel gelingt nur in einer entspannten, fröhlichen und vertrauensvollen Atmosphäre. Die Erzieherin/Der Erzieher hält sich zwar zurück, aber sie/er ist mit Interesse und wacher Aufmerksamkeit bei den Kindern. Sie/er beobachtet, wie sich Kinder in kleinen Gruppen zusammenfinden und sieht auch nach den Kindern, die alleine spielen. Sie/Er hilft, wenn sie/er von Kindern um Hilfe gebeten wird und beobachtet auch, ob die Kinder alles haben, was sie zu ihrem Spiel brauchen. Sie/Er kann Impulse für das Spiel geben durch neues Material, ein passendes Bilderbuch etc. Wenn ein Kind keinen Zugang zu anderen Kindern findet, macht sie/er ihm vielleicht den Vorschlag, dass sie/er zusammen mit ihm ein Spiel beginnt. Sie/Er wird die Gruppe trotzdem nicht aus den Augen verlieren. Wenn die Kinder sie/ihn in einer bestimmten Sache um Rat fragen, wird sie/er das Problem nicht sofort lösen, sondern durch Gegenfragen versuchen, die Kinder die Lösung selbst finden zu lassen.

Im Spiel bildet sich das Kind in allen Bildungsbereichen selbst:

  • Sprache und Kommunikation
  • kognitive Entwicklung
  • Sinnesförderung
  • Bewegung
  • soziale und emotionale Entwicklung
  • Fantasie- und Rollenspiel
  • Bauen und Konstruieren
  • Experimentieren und Gestalten
  • Natur und Sachwissen
  • Rhythmik und Musik


 

Religionspädagogik

Über den gesetzlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag hinaus wollen wir den Kindern unseren christlichen Glauben näherbringen.

  • Vermittlung religiösen Erlebens
  • Vorleben und Einübung christlicher Grundhaltungen


Zusammengefasst ergeben sich folgende Bereiche in der religiösen Erziehung. An ihnen orientiert sich unsere Arbeit:

  • Ich und die anderen – die anderen und ich – vom guten Zusammenleben
  • Gib acht auf die Natur – mit Kindern unsere Umwelt schätzen und schützen
  • Das Gebet – mit Gott sprechen – Gott danken – Gott bitten
  • Kirchenfeste im Jahreskreis – gemeinsames vorbereiten und feiern wichtiger Kirchenfeste
  • Geschichten aus der Bibel – von Gott mehr erfahren – von Jesus, Gottes Sohn, erfahren
  • Kirche, Gotteshaus – die Kirche entdecken – Wortgottesdienste und Gottesdienste feiern

Partizipation

Kinder stark machen für das Leben
 

Die frühe Kindheit ist die wichtigste Zeit in der Entwicklung von Kindern. Sie prägt uns lebenslang.

Kinder machen häufig die Erfahrung, das für sie gedacht, geplant und entschieden wird. Wir achten und schätzen die Kinder als eigenständige und gleichwertige Persönlichkeiten, die das selbstverständliche Recht haben, bei Dingen, die sie betreffen, mit zu reden und mit zu gestalten. 

Deshalb geben wir den Kindern vielfältige Möglichkeiten ihre Interessen, Wünsche und Gefühle zu erkennen, auszudrücken und mit ihnen umzugehen. 

Die Kinder werden ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen entsprechend bei der Gestaltung des Tages im Kindergarten mit einbezogen.