Pädagogik:
Kath. Kita "St. Michael" Sennelager

Pädagogisches Profil

In der Kita "St. Michael" toben, lachen und spielen täglich 69 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren.
Unser ganzheitliches Bildungsangebot beruht auf dem Lebenswelt- und dem Situationsorientierten Ansatz. Geprägt von der christlichen Grundhaltung, die jedes Kind und seine Familie so annimmt, wie sie sind.
Christliche und integrative Erziehung sowie die demokratische Lebensweise sind im pädagogischen Profil verankert.

Unser Motto:

Hier bin ich richtig,
hier bin ich wichtig,
hier ist mein Platz,
hier sagt man "Ja" zu mir.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Religions-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

Jedes Kind wird an dem Ort abgeholt, wo es sich in seiner Entwicklung befindet!

Wir haben uns in der Kita "St. Michael" für das Modell der Bildungs- und Lerngeschichten von Margaret Carr aus Neuseeland entschieden.
Ziel von Margaret Carr war es, ein Verfahren für Beobachtungen von Lernerfolgen von Kindern zu finden, das ressourcenorientiert ist. Das bedeutet, dass bei den Kindern Kompetenzen und Fähigkeiten erfasst und diese weiterentwickelt werden. Die Beobachtungen richten ihren Blick auf die Kompetenzen, Interessen, Engagiertheit, Stärken, Fortschritte, Bedürfnisse und Wünsche eines Kindes. Diese werden dann in einem individuellen Brief an das Kind formuliert. Dem Kind wird der Brief in einer ruhigen Situation vorgelesen. Gemeinsam findet zwischen dem Kind und seiner pädagogischen Fachkraft ein Austausch darüber statt.
Zudem ist der Brief mit entsprechenden Fotos und Bildern gestaltet.

Mit diesem Beobachtungsverfahren erkennen die pädagogischen Fachkräfte die Interessen des Kindes und entwickeln gemeinsam Ideen, die der Weiterentwicklung dienen. Die Stärken des Kindes stärken, um dadurch seine Schwächen zu schwächen, ist ein Grundsatz unserer pädagogischen Haltung.
Zur Bildungsdokumentation gehört das Portfolio eines jeden Kindes. Neben den Lerngeschichten werden in diesem Ordner Aktivitäten, Gedanken, Meinungen, Gespräche und gemalte Bilder während der Zeit in der Kita gesammelt.
Jedes Kind hat seinen eigenen, ansprechenden Ordner, versehen mit dem individuellen Symbol. Dieser ist für das Kind jederzeit frei zugänglich.

Bildungsangebot

Das ganzheitliche Bildungsangebot der Kita "St. Michael" entspricht dem pädagogischen Profil.
Des Weiteren orientiert sich die Kita am kirchlichen Jahresfestkreis.
Die Bildungsangebote finden in allen Bereichen der Entwicklung statt.

Regelmäßig finden gruppenübergreifende Projekte für alle Altersstufen statt, wie z. B.

  • Waldtage,
  • Trommelreisen,
  • Besuche im Alten- und Pflegezentrum "Haus Heilandsfrieden",
  • Bauernhofbesuche,
  • kreative, musikalische, motorische und religiöse Angebote.

 Sie dienen der individuellen Entwicklungsförderung.
 

Die Schulkinderprojekte sind z. B.:

  • sicherer Umgang mit Feuer inkl. Besuch der Feuerwache
  • "Mathe einmal anders"
  • "Mein Körper gehört mir"
  • Ringen und Raufen

Partizipation

"Hier bin ich richtig, hier bin ich wichtig, hier ist mein Platz, hier sagt man "Ja" zu mir."

Für die pädagogischen Fachkräfte der Kita "St. Michael" ist es wichtig, dass diese Aussage für jedes Kind erlebbar wird!

Die Interessen der Kinder stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Ihre Wünsche und Bedürfnisse sind maßgebend für die Tagesgestaltung. Die Kinder inspirieren die pädagogischen Fachkräfte mit ihren Fragen, Ideen, Wünschen und Meinungen für immer neue Gestaltungs- und Projektmöglichkeiten.

Die Kita "St. Michael" ist ein lebendiger Entwicklungsrahmen für Kinder.

In der Kita hat das Kind u. a. folgende Rechte:

  • Du hast das Recht, so zu sein, wie Du bist.
  • Du hast das Recht auf Mitbestimmung, Leichtigkeit und Lachen.
  • Du hast das Recht auf Freundschaft.
  • Du hast das Recht auf Zuwendung und Geborgenheit.
  • Du hast das Recht auf Aufmerksamkeit und Zeit.
  • Du hast das Recht auf Deine eigene Meinung und auf Auseinandersetzung.
  • Du hast das Recht neugierig zu sein, Fragen zu stellen - Antworten zu bekommen.
  • Du hast das Recht „Nahrung“ für Deinen Entdecker- und Forschergeist zu bekommen.
  • Du hast das Recht auf eine bunte und abwechslungsreiche Kita-Zeit.
     

In der Kita erfahren und erleben die Kinder die demokratische Lebensweise.
Das heißt, dass die pädagogischen Fachkräfte jedes Kind als eigenständige Personen akzeptieren, jedes mit seinen typischen Eigenarten und Wünschen. Durch partnerschaftliche Akzeptanz unterstützen die pädagogischen Fachkräfte die Kinder ihren eigenen Platz in der Gruppe zu finden, eine eigene Meinung zu bilden und für diese einzustehen bzw. diese hinten anzustellen.

Die pädagogischen Fachkräfte verstehen Partizipation wie folgt:

  1. informiert werden
    Kinder werden angemessen und verständlich informiert.
  2. gehört werden
    Bedürfnisse und Ideen der Kinder müssen gehört werden.
  3. mitbestimmen
    Entscheidungen werden mit den Kindern getroffen.
  4. selbst bestimmen
    Selbstbestimmung als Individuum und als Gruppe


Die Gestaltung der Morgenkreise, Befragungen in Interessensgruppen, Verantwortungsbereiche und eine Magnettafel in den Gruppen. Mit Hilfe der Magnettafel organisieren die Kinder selbstständig ihren Spielraum und -partner. Dieses sind u. a. die derzeitigen Beteiligungsstrukturen.

Die Kinder erleben in Kinderkonferenzen Möglichkeiten der Mitbestimmung.
So entscheiden die angehenden Schulkinder die Themenschwerpunkte innerhalb ihrer Projekte im letzten Kita-Jahr.
Die pädagogischen Fachkräfte ermöglichen den Kindern die Mitwirkung und -gestaltung des Tages.

Kinder teilhaben zu lassen bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen. Es geht mehr darum, dass Kinder lernen ihre Meinung zu äußern, ihre Rechte zu leben und dass die pädagogischen Fachkräfte die Meinungen alters- und entwicklungsentsprechend berücksichtigen.

Aber auch Partizipation hat ihre Grenzen – dort, wo das seelische oder körperliche Wohl gefährdet ist.

Auch Eltern können in allen Bereichen, die die Kita betreffen, ihre Meinung, ihre Wünsche und ihre Perspektive äußern. Den Ansprechpartner wählen die Eltern selbst aus.