Pädagogik:
Kath. Kita "St. Urban"

Pädagogisches Profil

Als katholische Kindertageseinrichtung stellt die religiöse Erziehung keinen gesonderten Teil unserer Arbeit dar, sondern ist das Fundament unseres täglichen Miteinanders. Wir nehmen jedes Kind als eigenständige und einzigartige Persönlichkeit mit all seinen Fertig- und Fähigkeiten aber auch Stärken und Schwächen an. Wir begegnen jedem Menschen mit Respekt, Achtung und Toleranz. Die Kinder werden mit all ihren Anliegen, Wünschen, Fragen, Sorgen und Nöten ernst genommen. Wir bringen den Kindern christliche Werte nahe und führen sie in Symbole und Rituale des christlichen Glaubens ein.

Seit 2019 bietet unsere Kindertageseinrichtung 15 Plätze für U3-Kinder an. In vielen Bereichen ist die Betreuung und Förderung von Kindern in dieser Altersstruktur anders und aufwendiger als bei Kindern im Ü3-Bereich. Um dieser Anforderung gerecht zu werden und den Kindern einen guten Einstieg in die Einrichtung zu ermöglichen, orientieren wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell. Bei diesem Modell ist eine enge und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern gegeben und die Kinder erleben eine langsame, individuelle und schrittweise Eingewöhnung in die Kindertageseinrichtung.

Seit einigen Jahren betreuen wir in unserer Einrichtung Kinder mit besonderen Handicaps auch integrativ. Zusätzliche Integrationskräfte unterstützen die pädagogischen Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter bei der Förderung und Integration der entsprechenden Kinder. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Personen und Institutionen ist für die positive Entwicklung des Kindes dabei von großer Bedeutung.

Seit 2010 ist unsere Kindertageseinrichtung im Verbund mit der kath. Kita "St. Josef" Familienzentrum NRW. Als Familienzentrum bestehen Kooperationen mit Therapeuten, Beratungsstellen und unterschiedlichen Institutionen. Über diese Kooperationen haben die Familien unserer Einrichtung die Möglichkeit, kurzfristig und niederschwellig Hilfen und Unterstützungen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu erhalten. Neben den Familien beider Kindertageseinrichtungen richten sich alle Angebote und Aktionen an alle Generationen aus dem Sozialraum Elsen.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Religions-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

In Neuseeland entwickelte die Pädagogin Margaret Carr die Methode der Bildungs- und Lerngeschichten. Bei diesem Verfahren ist der Blick des Betrachters immer ressourecenorientiert und auf die Lernerfolge der Kinder gerichtet. Kompetenzen, Stärken und Fähigkeiten werden erfasst und weiterentwickelt. Alle an den Bildungs- und Lerngeschichten beteiligten Personen arbeiten vertrauensvoll und konstruktiv zusammen und können sich über Lernerfolge der Kinder austauschen.

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter unserer Kindertageseinrichtung beobachten für jede Lerngeschichte das Kind in ein bis drei Alltagssituationen und beschreiben dann ausführlich, was es tut. Das Lernen und die individuellen Bildungswege können dann daraus abgelesen werden.

Im kollegialen Austausch werden konkrete nächste Schritte und weitere Fördermöglichkeiten überlegt und vereinbart. Aus den gemachten Beobachtungen und den Ergebnissen der kollegialen Beratung entsteht dann eine individuelle Lerngeschichte an das Kind. Diese Geschichte wird in Briefform geschrieben, dem Kind vorgelesen und dann übergeben. In einem Schatzbuch sammelt das Kind seine Lerngeschichten und weitere Portfolio, wie Fotos und Texte von Aktionen und besonderen „magischen“ Momenten.
Gerne beteiligen sich auch die Eltern an der Gestaltung der Schatzbücher mit Seiten über die Familie oder auch mit einer Lerngeschichte für das Kind aus dem häuslichen Umfeld.
Das Schatzbuch ist für das Kind jederzeit zugänglich!

Bildungsangebot

Die Bildungsangebote in unserer Kindertageseinrichtung unterstützen die Kompetenzen sowie Fertig- und Fähigkeiten der Kinder und stellen eine wichtige Grundlage der ganzheitlichen Entwicklung dar.

Die Bildungsangebote umfassen alle Bildungsbereiche und orientieren sich an den Wünschen, Anliegen und Bedürfnissen der Kinder.

Partizipation

Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten
Voraussetzung für den Selbstbildungsprozess des Kindes sind bedingungslose Formen der Mitbestimmung, Mitgestaltung und Mitwirkung. Dies beinhaltet das Aufzeigen und Schaffen von Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten aber auch die aktive Einbeziehung des Kindes als Ideen- und Beschwerdeführer. Für diese Partizipationsmöglichkeiten der Kinder gibt es keine Einschränkungen aufgrund des Alters oder Entwicklungsstandes.

Kinder erleben in der Kindertageseinrichtung, dass sie bei Unzufriedenheiten auch über Ausdrucksformen wie Weinen, Zurückziehen oder Aggressivität ernst und wahrgenommen werden. Sie werden individuell unterstützt ihre Ideen und Beschwerden zu äußern. Die pädagogischen Fachkräfte sind sich darüber bewusst, dass auch sie fehlbar und unvollkommen sind und dass Verbesserungsmöglichkeiten für ihre Arbeit bestehen. Kinder erleben in der Einrichtung, dass

  • sie Beschwerden angstfrei äußern können,
  • ihnen Respekt und Wertschätzung entgegengebracht werden,
  • sie bei Bedarf individuelle Hilfe erhalten,
  • Fehlverhalten von Erwachsenen eingestanden und Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt werden.


Seit vielen Jahren wird die Mitbestimmung der Kinder in unserer Einrichtung praktiziert. Die Kinder jeder Altersstufe werden in viele Entscheidungsprozesse mit einbezogen und können im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv mitbestimmen, mitgestalten und mitwirken.

Wir nehmen die vielfältigen Ideen, Vorschläge und Kritik unserer Kinder sehr ernst und reagieren wertschätzend und respektvoll.

Praktische Umsetzung:

  • Freispiel
    Jedes Kind bestimmt selbst den Spielort, Spielpartner und auch das Spielmaterial.
  • Projekte
    Die Kinder sind aktive Akteure bei der Auswahl und Durchführung unterschiedlicher Projekte.
  • Befragung von Kindern
    auf Gruppenebene oder auch auf Kita-Ebene (bei Ausflügen, Festen, Laternen, Schultüten)
  • Stuhlkreis
    Klärung von bestimmten Sachverhalten, Aufstellung von Regeln, gemeinsame Absprachen treffen, Umgestaltung des Gruppenraumes
  • Einkauf von Spielmaterialien
  • Gestaltung des wöchentlichen Speiseplanes
  • und vieles mehr