Pädagogik:
Kath. Kita "St. Vincenz" im Haus Maria

Pädagogisches Profil

Unsere Kita möchte für alle Kinder ein Ort sein, an dem sie sich wohlfühlen und Geborgenheit finden. Denn dies ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Kind Vertrauen fasst, sich öffnen kann und Lust und Freude am Spielen zeigt.

„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.“
(Maria Montessori)


Diesem Zitat von Maria Montessori folgend, verstehen wir Bildung als Eigenaktivität des Kindes. Wir begleiten es in seiner individuellen Entwicklung, indem wir es einladen, ermutigen und inspirieren verschiedene Dinge auszuprobieren und zu seinen eigenen Interessen, Wünschen und Bedürfnissen Stellung zu beziehen. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die Gefühle und Meinungen der Kinder zu (be)achten. Wir geben ihnen den Raum und bieten ihnen Erfahrungsmöglichkeiten, ihre grundgelegte Persönlichkeit dem eigenen Tempo entsprechend zu entwickeln. Durch verschiedene Bildungsangebote vermitteln wir ihnen auch ein Grundwissen über den christlichen Glauben, ein Grundvertrauen auf Gott und die Achtung vor dem Leben.

Wir sehen das Spiel als zentralen Weg der Kinder, sich die Welt anzueignen, bieten ihnen eine Vielfalt an Methoden und Materialien und schaffen Raum und Räume zum Entdecken. Dabei verstehen wir uns als Lernbegleiter und nicht als Wissensvermittler.

Unterschiedlichen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen stehen wir offen gegenüber und begrüßen die Vielfältigkeit als Bereicherung im Zusammenleben. Als bewegungsfreundliche Kita sind wir stets in Bewegung und offen für "Neues"!

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Bewegung
  • Religions-Pädagogik

Bildungsdokumentation

In unserer Einrichtung arbeiten wir mit dem Verfahren der Bildungs- und Lerngeschichten.
Dieses Beobachtungsverfahren aus Neuseeland ermöglicht es uns, wesentliche Merkmale von kindlichen Selbstbildungsprozessen zu erfassen und zu beschreiben. Individuelle Lernfortschritte werden sichtbar und eine gezielte, individuelle Entwicklungsbegleitung der Kinder kann geplant werden.

Zudem wird anhand der dokumentierten Lerngeschichten der Austausch zwischen Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften gestärkt. Pädagogische Fachkräfte, Eltern und andere Erwachsene werden Entwicklungsbegleiter, die den Kindern die Meisterschaft über ihre eigenen Lernprozesse lassen und ihnen viele weiterführende soziale, materielle und räumliche Erfahrungen ermöglichen.

Das validierte Verfahren der Grenzsteine der Entwicklung nutzen wir als Frühwarnsystem für Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Bildungsangebot

In einer sich schnell verändernden Lebensumwelt brauchen wir Menschen, die selbstbewusst, engagiert, lernbereit und flexibel auf immer neue Anforderungen reagieren können.
Kinder finden bei uns Bedingungen, in denen sie spüren "Ich kann dazugehören" und "Ich kann zeigen, dass ich etwas schaffe".

Um die Selbstbildungsprozesse der Kinder bestmöglich anzuregen arbeiten wir folgendermaßen:

  • gruppenintern
    … finden immer wiederkehrende Rituale wie z. B. die Begrüßung, der Morgenkreis, Geburtstagsfeiern in den Stammgruppen und in der hauseigenen Kapelle statt.
  • gruppenübergreifend
    … Kinder aus beiden Gruppen und unterschiedlichen Altersstrukturen kommen zu verschiedenen Aktivitäten zusammen.
  • teiloffen
    … während der Freispielzeit stehen den Kindern alle Funktionsräume der Kita zur Verfügung.

    Besondere Bildungsangebote:
  • vielfältige Bewegungserfahrungen drinnen und draußen

  • wöchentlicher Fuß-Bewegungs-Tag zu Spielplätzen in der Umgebung, bei gutem Wetter mit Picknick

  • wöchentliches, gemeinsam zubereitetes, Frühstück

  • sinnorientierte Pädagogik
  • besondere Aktionen/Unternehmungen für die Schulkinder im letzten Kita-Jahr

Partizipation

Kinder haben Rechte

Wenn Kinder in unsere Kindertageseinrichtung kommen, verlassen sie für einen Teil des Tages den vertrauten Ort der Familie und werden zum ersten Mal Mitglied einer öffentlichen Einrichtung. Hier erfahren sie konkret eine „Gesellschaft im Kleinen“. Wir wünschen uns, dass sie vertrauensvolle und wertschätzende Beziehungen knüpfen können. Für uns ist es keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit, dass die Kinder ernst genommen, informiert und gehört werden und dass sie ihre Gefühle, Ideen und Wünsche äußern und mitbestimmen dürfen. Sie wollen gerne helfen und erwarten, dass ihnen etwas zugetraut wird. Die Kinder in für sie relevante Entscheidungs- und Handlungsprozesse einzubinden, hilft ihnen Handlungskompetenz zu entwickeln. Die pädagogischen Fachkräfte verstehen es als ihre Aufgabe, Kitathemen für die Kinder transparent zu gestalten und sie entsprechend zu beteiligen.

Partizipation ist der Schlüssel zur Bildung sowie zur Demokratie und somit eine Investition in die Zukunft.