Pädagogik:
Städt. Kita "Fürstenbergstraße"

Pädagogisches Profil

Unser pädagogisches Profil wird geprägt durch verschiedene Faktoren. Die Altersstruktur in den Kindergruppen, die individuellen Bedürfnisse von Kindern und Familien, die räumliche Ausstattung und die Lage unseres Hauses inmitten der Stadt sehen wir als Ausgangslage.

Geleitet durch den gesetzlichen Auftrag, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen, haben wir im Team bewusst Schwerpunkte in unserer pädagogischen Arbeit entwickelt. Dazu gehören die Bereiche Bewegung, Sprache und die emotional-soziale Entwicklung.
Ganzheitliche Angebote und Lernsituationen, die alle Sinne ansprechen, vor allem Musik, Spiel und Natur, bieten uns dazu optimale Gelegenheiten im Kindergartenalltag.

Freies Spielen bietet phantasievolle Möglichkeiten der Auseinandersetzung des Kindes mit sich selbst und der Umwelt. Rituale helfen den Tag zu ordnen sowie Zeit zu begreifen und Singen ermöglicht als gemeinsames Erlebnis Lebensfreude zu erfahren. In der Natur zu sein, Pflanzenwachstum und Tiere zu beobachten weckt das große Interesse unserer Kinder.

Unsere Entwicklungsunterstützung für die Kinder organisieren wir alltagsintegriert. Wir nutzen persönliche Stärken innerhalb des Teams, arbeiten häufig in Kleingruppen und die Grundidee der Inklusion wird umgesetzt. Der individuelle Blick auf kindliche Interessen und Bedürfnisse zeigt uns Ansätze zur Förderung.

Im Jahr 2013 haben wir einen Kooperationsvertrag mit dem Theater Paderborn geschlossen. Wir sehen darin zusätzliche Anreize der Sprachförderung. Sich ausdrücken und mitteilen, Geschichten erzählen und vielfältige Lebensthemen anzusprechen sind auch im Kindergarten von großer Bedeutung.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Bewegung
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

In unserer Einrichtung arbeiten wir (wie in allen städtischen Tageseinrichtungen) mit den Bildungs- und Lerngeschichten. Es handelt sich hierbei um ein Verfahren zur Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Bildungs- und Lernprozesse.

Wir fertigen Beobachtungen an, werten diese aus um z. B. Lernstrategien zu erkennen und schreiben für die Kinder individuelle Lerngeschichten. In Form von persönlichen Briefen an das Kind werden Interessen und Engagement in unterschiedlichen Bereichen thematisiert und Kompetenzen wahrgenommen.

Bildungsangebot

Entsprechend den Bildungsgrundsätzen des Landes NRW werden 10 Bildungsbereichen definiert. Dazu und den von uns gewählten pädagogischen Schwerpunkten entwickeln wir Jahr für Jahr unsere Bildungsangebote. Aufbauend auf bewährte Strukturen handelt es sich dabei um Kleingruppenarbeit in den unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich nutzen wir z. B. die große Schulturnhalle in der benachbarten Grundschule, starten regelmäßig zu Ausflügen in die nähere oder etwas entferntere Umgebung (manchmal mit Nutzung des ÖPNV) und bieten alters- bzw. entwicklungsentsprechende Projekte rund um Musik, Singen und Tanz an.

Märchenstunden sind bei vielen Kindern beliebt. Gruppenübergreifend treffen sie sich mit einer Erzieherin/einem Erzieher, um abzutauchen in diese ganz besondere Welt.

Wir unterstützen die Kinder in ihrem Bedürfnis nach Rollenspielen und wecken gern und bewusst das Interesse an Gesellschaftsspielen. Ein Spiel, das in vielen Kulturen bekannt ist und generationsübergreifend Anhänger findet, ist das Schachspiel. Jahr für Jahr wächst immer wieder eine Kleingruppe heran, die sich diesem alten Spiel widmet und stolz die wachsenden Fähigkeiten an sich wahrnimmt.

Partizipation

In unserem Kindergarten wachsen 42 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren gemeinsam auf. Das Zusammenleben wird durch Rituale, Regeln und sich abwechselnde Tagesphasen strukturiert. In vielen Alltagsituationen äußern die Kinder ihre Wünsche und teilen ihre Bedürfnisse und Interessen sprachlich oder nonverbal mit. Wir beteiligen die Kinder an Entscheidungen, stärken ihre Persönlichkeit in Gesprächssituationen und üben demokratische Wege der Entscheidungsfindung z. B. in Morgenkreisen.

Grundidee ist dabei, die Kinder individuell in ihrer Eigenwahrnehmung im Bereich der Emotionen zu unterstützen und nach und nach ihre Fähigkeit zur Empathie zu entwickeln.

So entsprechen wir dem vom KiBiz beschriebenen Recht jedes Kindes auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.