Pädagogik:
Städt. Kita "Hinter den Höfen"

Pädagogisches Profil

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem Situationsorientierten Ansatz sowie dem teiloffenen Konzept.  

Der Situationsorientierte Ansatz verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft darin zu unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.

„Jeder Eindruck braucht einen Ausdruck…“

In unserer Einrichtung gelingt uns das dadurch, dass folgende Sichtweisen und Handlungen in den Vordergrund rücken:

  • Mitsprache und Beteiligung (Partizipation)

  • Respekt und Achtung vor der Einzigartigkeit und Individualität der Kinder (Wertschätzung der Kinder)

  • Gewährleistung von freier Zeit und freiem Raum (individuelle Erlebnisse verarbeiten und erleben)

  • Struktur als Grundlage für eine sinnvolle Orientierungshilfe der Kinder schaffen

  • Gewaltfreiheit in seelischen, kognitiven und körperlichen Bedingungen

  • Schaffung von Erfahrungsräumen


Die Kinder benötigen Zeit, Raum und Anregungen sich ausprobieren zu dürfen, ihre Lernwege zu finden und sich ihrer eigenen Rolle bewusst zu werden (geschieht u. a. durch konstruieren, erforschen und experimentieren der eigenen Umwelt). Über das Spiel setzt sich das Kind mit seiner Umwelt auseinander, kann neue Erkenntnisse und neue Erfahrungen verarbeiten, neu strukturieren und ordnen. Eine positive, familienähnliche Atmosphäre in der Kita und eine differenziert vorbereitete Umgebung tragen dazu bei, unsere Kita als einen Lebens- und Lernort wahrzunehmen.

 

 

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept

Bildungsdokumentation

In unserer Einrichtung werden Entwicklungsfortschritte und Bildungsprozesse der Kinder an Hand verschiedener Verfahren schriftlich dokumentiert.
 

Bildungs- und Lerngeschichten
Bildungs- und Lerngeschichten basieren auf den Beobachtungen zu unterschiedlichsten Spielsituationen eines Kindes. Über immer positiv formulierte Bildungs- und Lerngeschichten erhalten das einzelne Kind und seine Eltern wertschätzende Rückmeldung zu Entwicklungsfortschritten, die das Kind gemacht hat. Das stärkt sein Selbstwertgefühl und motiviert zu weiterem Handeln.
Die Bildungs- und Lerngeschichten werden in Portfolios abgeheftet, die für die Kinder frei zugänglich sind, so dass sie sich diese Geschichten immer wieder gerne vorlesen lassen. Bildungs- und Lerngeschichten basieren auf der Grundlage von fünf Lerndispositionen:

  • interessiert sein
  • engagiert sein
  • Stand halten bei Herausforderungen
  • sich ausdrücken und mitteilen
  • an einer Lerngemeinschaft mitwirken und Verantwortung übernehmen


IQUE
In enger Verzahnung mit den Bildungs- und Lerngeschichten ist das IQUE zu verstehen. Das IQUE steht für:

  • die Weiterentwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität
  • die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, arbeitet unser Team bereits seit Jahren in Form gemeinsamer Teambesprechungen mit einem anderen städt. Kita-Team zusammen, was eine Bereicherung für den pädagogischen Austausch darstellt.

Zwölf Bildungsgrundsätze, zu denen Leitsätze erarbeitet worden sind, stecken den thematischen Rahmen des IQUE ab, wie u. a.

  • Grundhaltung
  • Eingewöhnung
  • ganzheitliche Bildungsprozesse


Grenzsteine der Entwicklung
Für die Erkennung von Entwicklungsrisiken wenden wir das wissenschaftlich empfohlene Verfahren "Grenzsteine der Entwicklung" an, das die Entwicklung eines Kindes in folgenden Bereichen dokumentiert:

  • Körpermotorik
  • Fingermotorik
  • Sprachbildung
  • kognitive Entwicklung
  • soziale Kompetenz
  • emotionale Kompetenz

 

BISC und HLL
Zur frühen Erkennung einer möglichen Lese-Rechtschreib-Schwäche wenden wir in unserer Kita das wissenschaftlich belegte Verfahren BISC (Bielefelder Screening) an.
Kinder, die zu der Risikogruppe zählen, nehmen im Anschluss an dem Präventionsprogramm HLL (Hören, Lauschen, Lernen) teil.

Bildungsangebot

Basierend auf dem Kinderbildungsgesetz des Landes NRW (KiBiz) haben wir als Kindertageseinrichtung einen eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag.

Eine wesentliche Grundlage, um diesem Auftrag gerecht zu werden, bildet eine wertschätzende Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Ein enger Austausch, offene Gespräche und gegenseitige Akzeptanz tragen zu einer positiven Atmosphäre in unserer Einrichtung bei. Familienergänzende und unterstützende Angebote (so auch Beratung vor Ort) bieten Eltern Unterstützung in der Erziehung der Kinder und in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Diese Umgebung, in der sich Kinder wohlfühlen und wertgeschätzt fühlen, stellt für die Kinder einen idealen Ausgangspunkt dar, um sich kindgerecht zu entfalten

Partizipation

„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für die Probleme zu finden.“ Zitat Richard Schröder

Partizipation ist im Allgemeinen ein zentrales Prinzip bei der Gestaltung von Bildungsprozessen. Kinder haben ein Recht darauf mit in Entscheidungen einbezogen zu werden, ein Recht darauf, bei Entscheidungsprozessen potenziell mitwirken zu dürfen.  Wir müssen für die Kinder Strukturen schaffen, in denen es möglich ist, dass diese ihre Rechte wahrnehmen können. Wir unterstützen Sie dabei, indem wir Partizipation sichtbar machen, gemeinsam die Prozesse reflektieren und weiter entwickeln. Wir bieten den Kindern regelmäßig stattfindende Beteiligungsgremien wie z. B. Kinderkonferenzen und Kinderparlamente an, in denen sie ihre Meinung, Vorschläge und Interessen selbst wirksam einbringen.

Ziel frühkindlicher Bildung ist es, Handlungskompetenz zu entwickeln. Denn Partizipation ist der Schlüssel zur Bildung, der Schlüssel dafür, dass die Kinder zu selbstständigen Menschen heranwachsen.

Diese festen Vereinbarungen der städtischen Kindertageseinrichtungen sind die Basis unserer weiteren Entwicklung und praktischen Umsetzung im Alltag mit den Kindern und Familien. Wir verstehen und leben diesen Blick auf das einzelne Kind und seine individuelle Geschichte. Die Beteiligung der Kinder mit in den Entscheidungsprozess hat bei uns einen hohen Stellenwert. Partizipation heißt demnach nicht nur mitentscheiden, sondern jedem steht es auch zu, sich zur Entscheidung nicht zu äußern oder gar zu beteiligen.  Die Partizipation ermöglicht es, dass die Kinder in demokratische Strukturen schon früh hinein wachsen und lernen, ihre Wünsche und Interessen zu vertreten und auf faire Weise auszuhandeln. Wir unterstützen die Kinder hierbei.