Pädagogik:
Städt. Kita "Kinderinsel"

Pädagogisches Profil

Wir begleiten und unterstützen das Kind bei seinem eigenen Entwicklungs- und Bildungsprozess im Sinne Maria Montessoris.

In unserem Haus findet das Kind eine "vorbereitete Umgebung" vor, in der es auf kindgerechte Weise seinem eigenen Antrieb nachkommen und seinen natürlichen Wissensdrang in den Bereichen Mathematik, Sprache, Kosmische Erziehung (Naturwissenschaften, Geologie), Übungen des täglichen Lebens, Sinnesmaterial, Musik und Kunst stillen kann.

Das äußerst vielfältige Montessori-Material ist so entwickelt, dass das Kind seine Umwelt über seine Sinne begreift.
Die montessorianische Leitidee "Hilf mir, es selbst zu tun" liegt unserer pädagogischen Arbeit zugrunde. Das bedeutet, dass wir die Kinder in die wachsende Unabhängigkeit und Selbstständigkeit begleiten und unterstützen.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Bewegung
  • Montessori-Pädagogik
  • Situationsorientierter Ansatz

Bildungsdokumentation

Kinder begreifen sich und die Welt ganzheitlich, d. h. sie lernen in einem komplexen Vorgang, in dem Denken, Fühlen und Handeln miteinander verschmelzen.
Bildung im Kindergarten wird vor allem als Selbstbildung verstanden. Das Kind entwirft von selbst und in Interaktion mit der Umgebung in einer ihm eigenen Art und Weise seine Welt (vgl. Laewen/Andres 2002).

Seit August 2008 wird in allen städtischen Kindertageseinrichtungen das Beobachtungsverfahren der Bildungs- und Lerngeschichten zur Bildungsdokumentation durchgeführt.

Die Pädagoginnen/Pädagogen beobachten regelmäßig die Kinder, werten die Beobachtung anhand von verschiedenen Lerndispositionen aus und schreiben dazu für das jeweilige Kind eine Lerngeschichte. Die Lerngeschichte beschreibt die Kompetenzen des Kindes, gibt Hinweise auf die individuellen Lernfortschritte und benennt weitere Schritte zur Unterstützung der weiteren Lernprozesse des Kindes.

Von besonderer Bedeutung ist es, dass die Kinder an der Dokumentation ihrer Lerngeschichte beteiligt sind.

Die fertige Lerngeschichte kommt in den persönlichen Ordner, den wir Portfolio nennen. Das Portfolio ist Eigentum des Kindes, hat einen festen Platz in der Gruppe und ist für das Kind jederzeit erreichbar.

Die Beobachtung, die Dokumentation und das Gespräch mit dem Kind sind eine besondere Form der Zuwendung und Aufmerksamkeit, die die Kinder sehr genießen.

Bildungsangebot

  • Montessori Pädagogik
    Sprache
    Mathematik
    Kosmische Erziehung
    Übungen des täglichen Lebens
    Stilleübungen
    Sinnesmaterial
  • Malatelier
  • Forscherturm
  • Frühstücksbuffet
  • Baseball
  • Workshop
  • Kinderbücherei "Leseinsel"
  • Gemüsehochbeet

Partizipation

Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Kindertagesstätte. Uns ist es wichtig, den Alltag und das Zusammenleben gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.

Partizipation (Teilhabe) basiert auf Demokratie, deren drei Grundwerte Freiheit, Gleichberechtigung und Solidarität sind. Partizipation ist ein wesentliches Element demokratischer Lebensweise und bedeutet für uns, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einzubeziehen und sie an vielem, was das alltägliche Zusammenleben betrifft, zu beteiligen.

Kinder teilhaben zu lassen bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen!

Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen.

Die Kinder können nach Absprache mit den Erzieherinnen/Erziehern das Malatelier, den Forscherturm den Bewegungsraum, den Flur, die anderen Gruppen sowie das Außengelände auch ohne Begleitung Erwachsener nutzen. Regeln stellen wir gemeinsam auf,  besprechen diese und überprüfen gemeinsam die Bedeutung der Einhaltung bzw. die Konsequenzen der Nichtbeachtung.

Jedes Kind bestimmt für sich selbst, wie, wo und womit es sich einbringt und ob es sich überhaupt einbringt. Denn Partizipation bedeutet auch, dass Kinder selbst bestimmen können, ob sie sich beteiligen wollen, wie zum Beispiel bei den regelmäßig angebotenen Workshops.

Partizipation beginnt bereits bei unserem Frühstücksbuffet, bei dem die Kinder selbst entscheiden, was und wie viel sie essen möchten. Auch bei dem hier eingeführten Tischdienst wird das Kind in seiner Selbstständigkeit und Unabhängigkeit gefördert.

Partizipation findet ihre Grenzen dort, wo das körperliche oder seelische Wohl des Kindes gefährdet wird.