Pädagogik:
Städt. Kita "Rolfshof"

Pädagogisches Profil

Wir arbeiten mit dem teiloffenen Konzept. Dies bedeutet für das Kind, dass es einer der beiden Gruppen der Einrichtung angehört, aber immer die Möglichkeit hat, die andere Gruppe sowie die weiteren Spielbereiche  zu besuchen. So haben sie die Möglichkeit, ihre Spielpartner frei zu wählen und ihren Bedürfnissen und Interessen individuell nachzugehen.

Unsere pädagogische Arbeit beruht auf dem situationsorientierten Ansatz, d.h. wir berücksichtigen stets die jeweiligen Entwicklungsstände der Kinder und orientieren uns an ihren persönlichen Themen und Interessen. Dadurch werden künstliche und idealtypische Lernsituationen vermieden und die Kinder können ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen optimal verarbeiten.

T         reffpunkte mit Freunden aus allen Gruppen vereinbaren

E         rfahrungen mit und ohne Erzieher sammeln dürfen

I           nteressen der Kinder erkennen und aufgreifen

L          ernerfahrungen mit allen Sinnen sammeln

O         rientierung geben und offen für alle Kinder der Einrichtung sein

F          örderung der Selbständigkeit, des Selbstbewusstseins, des Selbstvertrauens

F          reiräume für die persönliche Entwicklung schaffen

E         igenverantwortung entwickeln durch Einhalten der Regeln

N         eugierde wecken

Darüber hinaus bieten wir den Kindern vielfältige Natur- und Umwelterfahrungen

  • durch wöchentliche Waldbesuche im angrenzenden Waldgebiet "Wilhelmsberg"
  • durch das Säen und Ernten des Gemüses unserer Hochbeete.
  • durch Besuche des Ortskerns von Schloß Neuhaus mit seinen vielfältigen Angeboten wie der Schlossbibliothek, dem Marstall, dem Schlosspark oder dem Wochenmarkt
  • durch das selbständige Durchführen von Experimenten und Erforschen von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen
  • durch die Enge Zusammenarbeit mit der Feuerwache Schloß Neuhaus

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Situationsorientierter Ansatz
  • Wald- und Umweltpädagogik

Bildungsdokumentation

In unserer Kindertageseinrichtung wenden wir das Beobachtungsverfahren der Bildungs- und Lerngeschichten an.

Ziel dieses Verfahrens ist es, das Lernen der Kinder zu beobachten und zu beschreiben. Darauf aufbauend werden die individuellen kindlichen Lernprozesse unterstützt und durch gezielte Impulse gefördert.

Wie läuft dieses Verfahren ab?

  • Die pädagogische Fachkraft beobachtet das Kind und hält das Gesehene schriftlich fest.
  • Nachdem die Kolleginnen/Kollegen sich über die Beobachtungssequenzen ausgetauscht und diese ausgewertet haben, überlegen sie sich, welche Impulse sie den Kindern setzen können.
  • In einem persönlichem Brief oder einer Geschichte wird für das Kind eine Lerngeschiche geschrieben, mit Fotos ergänzt und diese dem Kindern vorgelesen.
  • Die Lerngeschichte kommt anschließend in das Portfolio des Kindes, welches einen festen Platz in der Gruppe hat und für die Kinder und auch für Sie als Eltern zugänglich ist.

 

Durch diese Beobachtungen erhalten die Erzieherinnen umfangreiche Informationen über das Spielverhalten, die Interessen, die Vorlieben, die Spielpartner der Kinder oder / und auch über ihre Ängste, Konflikte und vieles andere mehr.

Diese Situationen geben Aufschluss darüber, wo und wie kindliche Lernprozesse stattfinden.

In einem Zeitraum von 2 Wochen vor bzw. nach dem Geburtstag des Kindes dokumentieren die ErzieherInnen den Entwicklungsstand mit Hilfe des Beobachtungsbogens „Grenzsteine der Entwicklung“. Dieses Verfahren unterstützt eine gezielte Förderung in den Entwichlungsbereichen Sprache, Körper- und Fingermotorik, Emotional- und Sozialverhalten und der Kognition.

Bildungsangebot

Wir gehen in unsere Arbeit davon aus, dass das Kind bestrebt ist aus sich selbst heraus Handlungskompetenzen zu erweben und die Welt zu verstehen. Daher steht das Kind mit seinen Stärken und Bedürfnissen, der Erkundungsbereitschaft und der angeborenen Neugierde im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Wir verstehen Bildung als ein Prozess, der vom Kind ausgeht, den wir als Erzieher/innen mit Respekt und Empathie begleiten und fördern. Denn Bildung geschieht individuell anhand der eigenen Vorerfahrungen, der sozio-kulturellen Umwelt und dem eigenen Entwicklungsvoraussetzungen des Kindes.

Kinder bilden sich nicht, indem sie Wissen und Können von anderen übernehmen, sondern erst dann, wenn sie sich selbst damit auseinandersetzen.

Ganz viel für die Erreichung dieser Ziele erwerben die Kinder im freien Spiel, denn hier findet ein großer Teil der Persönlichkeitsentwicklung statt. Im Spiel mit anderen Kindern oder auch alleine verarbeiten sie ihre Eindrücke, zeigen Eigeninitiative, konzentrieren sich und kooperieren miteinander. Es hat die gleiche pädagogische Bedeutung, wie die Teilnahme an Angeboten der Erzieher/innen.

Uns ist es wichtig, die Kinder durch vielfältige Anreize neugierig zu machen und dadurch die Basis für Lernbereitschaft zu legen.

„Das freie Spiel ist das Medium, das Kindern hilft, die Welt zu verstehen, bei dem sie pausenlos lernen“.
Spiel ist das Medium das Erfahrungsmöglichkeiten in allen Lernbereichen ermöglicht und durch nichts zu ersetzen ist.“

Zitat aus: „Mein Kind kommt in die Schule“ von Klaus Fischer

Partizipation

Die Stadt Paderborn definiert Partizipation für ihre Kitas folgendermaßen:

Partizipation bedeutet für uns, das Kind in jedem Alter als Akteur seiner eigenen Entwicklung zu verstehen. Aufbauend auf den Bildungsgrundsätzen schaffen wir die grundlegenden Voraussetzungen, die Kinder in allen Dingen des pädagogischen Alltags zu beteiligen.

  • Wir nehmen das Kind als mündigen Menschen wahr, der bei Entscheidungen, die ihn betreffen, potentiell mitwirken darf, mitwirken kann und mitwirken will.

  • Kinderrechte sind in einer Kita-Verfasssung strukturell verankert. So erfahren die Kinder verbindliche Formen der Partizipation und Demokratie.

  • Wir bieten den Kindern regelmäßig stattfindende Beteiligungsgremien wie z. B. Kinderkonferenzen, Kinderparlamente an, in denen sie ihre Meinung, Vorschläge und Interessen selbstwirksam einbringen.

  • Wir sind uns bewusst, dass Bildung immer nur auf der Basis der Beteiligung und Zustimmung der Kinder gelingt.

In unserer Einrichtung setzen wir Partizipation um, indem die Kinder folgende selbständige Entscheidungsmöglichkeiten haben:

  • freie Wahl des Spielortes und der Spielpartner
  • selbst gewählte Frühstückszeiten
  • selbstbestimmtes Essen der Über-Mittagskinder
  • selbstgewählte Bezugserzieher u.a. für die Pflege

In den Morgenkreisen haben die Kinder die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie an Angeboten, die durchgeführt werden, teilnehmen möchten. Hier bietet sich ihnen auch die Möglichkeit, Wünsche oder Beschwerden zu äußern.

Wir führen Kinderkonferenzen durch, bei denen gemeinsam mit den daran beteiligten  Kindern Entscheidungen getroffen werden.

Dieses sind z.B.:

  • Schulanfängerprojekte, die im letzten Kindergartenjahr angeboten werden
  • der Ablauf des Abschlussfestes
  • das Thema und der Ablauf der Karnevalsfeier

In den Kinderkonferenzen lernen Kinder Grundregeln der Demokratie kennen .Hier ein Beispiel zur Durchführung einer Kinderkonferenz und deren Entscheidungsfindung:

  • Vorstellen des Themas: Was machen wir in diesem Jahr an unserem Abschlussfest?

  • Sammeln von Vorschlägen

  • Erörtern der Möglickeiten, die sich bei den Vorschlägen bieten

  • Abstimmen über die Vorschläge

  • schriftliche Dokumentation der Abstimmung

  • Akzeptieren der Entscheidung (Mit Enttäuschung umgehen, wenn der eigene Wunsch nicht erfüllt wird.)