Pädagogik:
Städt. Kita "Sennewind"

Pädagogisches Profil

Eine maßgebende Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist das teiloffene Raumkonzept. Hier haben die Kinder von ihrer Stammgruppe aus täglich die Mögklichkeit, sich frei und situationsorientiert für einen Spiel-bzw. Erfahrungsbereich zu entscheiden. Alle Räume und das Außengelände stehen den Kindern ganztägig für Spiel und Beschäftigung zur Verfügung. Wir haben dabei die ganzheitliche Förderung sowohl im motorischen, sprachlichen, sozial-emotionalen als auch im kognitiven Entwicklungsbereich besonders im Blick.
Die Kinder erleben ein selbstverständliches Miteinander durch gegenseitige Besuche in den Gruppen, gemeinsame Aktivitäten und Projekte sowie eine gelebte Partizipatioin im Kita-Alltag. 

In unserer täglichen Arbeit nähern wir uns dem Kind partnerschaftlich und wertschätzend. Gegenseitiges Vertrauen und Offenheit prägt das Zuzsammensein mit den Kindern.
In unserer Einrichtung werden verschiedene Altersgruppen sowie Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsländern betreut und  gefördert. Die vielgestaltigen Bildungsangebote werden individuell auf die Bedarfe und den Entwicklungsstand der Kinder abgestimmt. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Stärken und Fähigkeiten der Kinder. Ein wesentliches Ziel unserer Arbeit ist es, die Kinder in ihrer Eigenständigkeit zu stärken und zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen. Hier sind Verantwortungsbereitschaft und Toleranz wichtige zu erlernende Kompetenzen für ein gelingendes interkulturelles Zusammenleben.

Eine Besonderheit stellt die Betreuung von U3-Kindern dar. Für diese Altersgruppe gibt es eine separate Gruppe mit einem eigenen, charakterischen Raumkonzept, indem eigens für "die Kleinen" eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen wird. 
Für unsere neuen Kinder gibt es eine Eingewöhnungszeit von ca. zwei Wochen. Um einen guten Übergang in die Kindertageseinrichtung zu schaffen, findet insbesondere die Bindung des Kindes an Mutter und Vater Berücksichtigung. Diese bedeutungsvolle Zeit gestalten Eltern und die Bezugserzieherin gemeinsam und individuell, zum Wohl des Kindes. Durch die Eingewöhnungszeit erhalten die Eltern einen spezifischen Einblick in die Arbeit der Kita, dieser ist eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Erziehungs- und Bildungspartnerschaft.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Teiloffenes Konzept
  • Bewegung
  • Wald- und Umweltpädagogik

Bildungsdokumentation

Die Erzieherinnen erstellen zweimal im Jahr von jedem Kind eine Bildungsdokumentation. Es wird mit dem Beobachtungsinstrument der Bildungs- und Lerngeschichten gearbeitet. Diese angefertigte Dokumentation wird der Portfoliomappe des Kindes hinzugefügt, die dem Kind nach der Kindergartenzeit ausgehändigt wird.
Regelmäßig beobachtet die Erzieherin die Kinder im Freispiel, um aus diesen Sequenzen individuelle Interessen und Kompetenzen herauszufiltern.  Sie erhält so Informationen über das Wissen und Können, über Anliegen und Lernstrategien sowie über die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes. Hierbei spielt die Lerndisposition des Kindes eine herausragende Rolle. Die Lerngeschichte, die dem Kind in einer ruhigen Atmosphäre vorgelesen wird, gibt dem Kind u.a. eine Rückmeldung über seine Kompetenzen, die es bereits entwickelt hat und welche Lernwege es nutzt. Die Bildungs- und Lerngeschichte spricht das Kind emotional positiv und persönlich an. Bei dem Kind verankern sich so Selbstvertrauen und Zuversicht in die seine Selbstwirksamkeit.
Für die Arbeit mit den Bildungs- und Lerngeschichten steht jeder Gruppe ein Portfoliotag in der Woche zur Verfügung, an dem sowohl die Kinder als auch Erzieherinnen intensiv an der Gestaltung der Portfoliomappen arbeiten können.
Die Entwicklung des Kindes wird in Form von Fotos, selbstgestalteten Werken, Lieblingsmaterialien, kleinen Berichten von  Ausflügen und Aktivitäten sowie Projekten zusätzlich festgehalten.
Die Eltern sind jederzeit dazu eingeladen, das Portfolio des Kindes mitzugestalten, z. B. durch Fotos und Geschichten besonderer familiärer Ereignisse und Erlebnisse.


Zur frühzeitigen Identifikation und Beschreibung von Entwicklungsabweichungen und Entwicklungsdefiziten wird das wissenschaftliche Verfahren "Grenzsteine der Entwicklung" eingesetzt.

Das "Bielefelder Screening" findet ein Jahr vor der Einschulung statt, um eine eventuelle, spätere Lese- und Rechtschreib-Schwäche zu diagnostizieren und dieser gegebenenfalls vorzubeugen. Wird eine mögliche Lese- Rechtschreibschwäche diagnostiziert, nehmen die Kinder am Würzburger Trainingsprogramm "Hören  Lernen, Lauschen" teil und werden so auf den Erwerb der Schriftsprache vorbereitet.


Im pädagogischen Alltag wird der Sprachentwicklungsverlauf anhand des Beobachtungsverfahrens  "BaSiK - Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen" kontinuierlich  dokumentiert. Ziel ist es hier ebenfalls, einen speziellen Föderbedarf zu erkennen.


Das "Entwicklungsgitter nach Sinnhuber" wird herangezogen, um bei Kindern einen möglichen Integrationsbedarf festzustellen, zu dokumentieren und einen individuellen Förderplan zu entwickeln.

 

Bildungsangebot

Unsere Gesellschaft verändert sich stetig. So wachsen Kinder heute in einer Welt auf, die mehr denn je fordert, sich beständig weiterzuentwickeln. Soziale und kulturelle Kompetenzen spielen eine immer wichtigere Rolle.

Bei unseren Bildungsangeboten berücksichtigen wir die individuelle Ausgangslage des Kindes, denn die Entfaltung und Entwicklung seiner Persönlichkeit ist insbesondere abhängig von den angebotenen Bildungsgelegenheiten in den einzelnen Bildungssituationen.

Neben den Projektangeboten, die wir unten im einzelnen aufführen, nimmt die Selbstbildung der Kinder eine zentrale Stellung ein. Kinder lernen und bilden sich über das, was sie mit ihren Sinnen wahrnehmen und im sozialen Bezug erfahren. Das Spiel als Ausdrucksform und als eigentätiges Mittel der Kinder, sich ihre Welt zu erklären, ist von großer Bedeutung für unsere Arbeit mit den Kindern.

Im Folgenden werden unsere ganzjährigen Projekte für Kinder von 2- 6 Jahren aufgelistet und einige kurz umschrieben:

  • Haus der kleinen Forscher
  • Purzelbaum und Kissenschlacht - Turnen und Toben
  • Klangkiste - ganzheitliche musikalische Früherziehung
  • Lernspiel-Spaß für kluge Köpfe 
  • Mathekarussell
  • Mini-Englisch
  • Felix Fit
  • Faustlos

Haus der kleinen Forscher

Warum leuchten die kleinen Lämpchen und wie baut man eine Lichterkette? Wie kalt ist Schnee und kann man ihn aufwärmen?

Kinder sind neugierig, stellen viele Fragen und wollen ihre Welt entdecken. Unsere Aufgabe ist es, ihrer Neugier zu folgen, in ihnen den Forschergeist zu wecken, sie für das Experimentieren zu begeistern, sie immer wieder neu zu motivieren. Wir verstehen uns als Lernbegleiter im gemeinsamen Entdecken und Handeln.

Purzelbaum und Kissenschlacht

In dieser Zeit eröffnen wir den Kindern abwechslungsreiche und anregende Spiel- und Bewegungsspielräume. Bewegung ist für die Kinder Erforschen und Begreifen der Welt und zugleich auch Sinneserfahrung, Ausdrucksmöglichkeit und Lebensfreude. Die Kinder stärken ihre Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.  Unterschiedliche Materialien auch aus dem Alltagsleben (Decken, Tücher, Kissen, Stühle, Reifen) kommen zum Einsatz und regen zum kreativen Gestalten und Tun an. So schaffen die Kinder sich ihre eigene Bewegungsherausforderungen, an denen sie ihre körperliche Aktivität und ihre Geschicklichkeit ausbilden können.

Klangkiste - ganzheitliche musikalische Früherziehung

Einmal in der Woche öffnet sich unsere Klangkiste und überrascht die Kinder mit einem musikalischen Angebot. Es gibt Instrumente, die rhythmisch oder zur Verklanglichung zum Einsatz kommen. Aber auch den eigenen Körper lernen die Kinder als vielseitiges Instrument kennen. Die Erzieherinnen geben immer wieder neue Impulse und schaffen Möglichkeiten mit einem großen Aufforderungscharakter. So können die Kinder z.B.beim Tanzen zur Musik ihre Freude und viele andere Emotionen ausdrücken, denn Bewegung und Musik sind unmittelbar miteinander verbunden. Zudem lernen die Kinder viele, neue Lieder kennen, die ebnefalls häufig durch Bewegungen begleitet werden, um hier u.a. die Merkfähigkeit zu steigern.

 

Partizipation

Partizipation in der Kita bedeutet "Mitentscheiden und Mithandeln" und ist für uns die Grundlage einer demokratischen Gestaltung des Alltags in unserer Kindertageseinrichtung.

Kinder sind von Natur aus neugirig, aufgeschlossen und an allem interessiert. Kinder beteiligen sich gern an den Aufgaben des Alltags, gestalten mit und möchten helfen. Etwas, dass ein Kind allein oder mit anderen tun kann oder darf, ist für die Kinder der Motor ihrer Entwicklung.

Durch die Beteiligung der Kinder stärken wir den Eigen- und Gemeinschaftssinn, ihre Selbstständigkeit und ihr Selbstvertrauen.

Für die Kinder bedeutet dies:

  • als Gesprächspartner wahr- und ernst genommen zu werden
  • Zutrauen in die eigenen Vorstellungen zu gewinnen
  • Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen
  • sich Mehrheitsentscheidungen anzupassen
  • die eigene Meinung zu vertreten und ggf. durchzusetzen
  • festzustellen, dass sich Anstrengungen für wichtige Sachen lohnen
  • Erfahrung in der zwischenmenschlichen Kommunikation zu sammeln
  • anderen behilflich zu sein
  • etwas gemeinsam zu planen
  • Konsequenzen des eigenen Handelns zu spüren
  • mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich selbst zu äußern
  • respektvoll miteinander umzugehen 
  • Kooperation- und Teamfähigkeit zu üben
  • eigene und Gefühle anderer wahrzunehmen
  • Wertschätzung zu erfahren und wertschätzend zu handeln
  • und vieles mehr.